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PAREA Gemeinnützige Gesrllschaft für soziale Dienstleistungen mbH
 

Aktuelles

Demenz-Café im Salenium öffnet seine Türen

Duisburg_Demenzcafe_Salenium
Geschäftsführerin Doris Lenk (l.) und Petra Barsowski (2.v.l.) von Parea stellten das
Demenz-Café im Salenium vor. Demenzbegleiterin Eveline Willems (r.) ist eine der
zertifizierten Betreuerinnen.

Das neue Demenz-Café im Salenium an der Otto-Hahn-Straße hat seine Türen geöffnet. Mit diesem Angebot möchte die soziale Dienstleistungsgesellschaft Parea einen Beitrag dazu leisten, dass Menschen, die an Demenz leiden, ihre Fähigkeiten möglichst lange erhalten und aus ihrer Isolation herauskommen. „Demenz ist eine Erkrankung, die sich auf die gesamte Familiensituation auswirkt. Unser Anliegen ist, für die Betroffenen und ihre pflegenden Angehörigen oder Partner Brücken in das gesellschaftliche Miteinander zu bauen, sie besser zu integrieren“, beschreibt Parea-Geschäftsführerin Doris Lenk die Zielsetzung.

Zertifizierte Demenzbegleiterinnen betreuen die Gäste
An zwei Tagen der Woche - montags von 14 bis 17 Uhr und donnerstags von 9 bis 12 Uhr - können Menschen mit Demenzerkrankung aus dem Wohnquartier an der Otto-Hahn-Straße und dem Stadtteil in das Café im Gemeinschaftsraum des Salenium kommen und dort die anregende Gemeinschaft mit anderen erleben. „Schon vor einem Jahr haben wir über die Notwendigkeit eines solchen Angebots gesprochen. Deshalb freuen wir uns besonders, dass wir das Demenz-Café jetzt anbieten können und ein kompetentes Betreuungsteam zusammenbekommen haben“, erklärt Lenk. Sechs zertifizierte Demenzbegleiterinnen, die Mitte letzten Jahres von Parea und dem Sozialpsychiatrischen Dienst der Stadt Duisburg auf ihre Aufgabe vorbereitet und speziell geschult wurden, stehen für die Betreuung der Erkrankten zur Verfügung. Ansprechpartnerin für die Besucher ist aber vor allem Parea-Mitarbeiterin und Diplom-Sozialwissenschaftlerin Petra Barsowski.

Die Gruppengröße ist auf 15 Gäste begrenzt. „Damit wollen wir sicherstellen, dass neben der fachgerechten Betreuung immer auch die persönliche Zuwendung möglich ist“, betont Barsowski. Programm und Ablauf sind beim Demenz-Café meist gleich. Den Erkrankten soll dadurch eine feste Orientierung geboten werden. Nach einem gemeinsamen Kaffeetrinken gibt es Spiele, Sitzgymnastik, es werden Lieder gesungen oder Geschichten erzählt, auch die Küche kann genutzt werden. Kurze Spaziergänge durchs Viertel zur Aktivierung sind ebenfalls möglich. Grundsätzlich orientiert sich das Angebot immer an den Fähigkeiten, Interessen und Vorlieben der Gäste. Vor der Teilnahme wird deshalb ein Gespräch mit den Familienangehörigen geführt, um die Biografie des Erkrankten kennenzulernen.

Planbare zeitliche Entlastung für die Pflegenden
Das Café fördert aber nicht nur die Lebensqualität seiner demenzkranken Gäste, es bietet den pflegenden Angehörigen auch eine planbare, regelmäßige zeitliche Entlastung. „Die Angehörigen haben dadurch die Möglichkeit, wichtige Besorgungen zu erledigen, persönliche Termine wahrzunehmen oder einmal durchzuatmen, um neue Kraft für die Herausforderungen der Pflege zu schöpfen“, erklärt Barsowski. Für den Besuch im Demenz-Café werden jeweils 30 Euro berechnet, die unter bestimmten Voraussetzungen von der Pflegekasse erstattet werden. Zur fachgerechten Betreuung ist eine Anmeldung mit Vorgespräch erforderlich. „Die ersten Gäste nehmen das Demenz-Café bereits in Anspruch. Neue Teilnehmer sind bei uns jederzeit herzlich willkommen“, betont Petra Barsowski, bei der sich Interessierte ab sofort unter Tel. 519 299 07 melden können.