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Gemeinnützige Gesrllschaft für soziale Dienstleistungen mbH
 

Aktuelles

Gelebte Solidarität


Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers verleiht den Verdienstorden
des Landes NRW an den Sprecher des Parea-Beirats,
Dr. Helmuth Becker

Der Sprecher des Beirats der sozialen Dienstleistungsgesellschaft Parea und frühere Vizepräsident des Deutschen Bundestags, Dr. h.c. Helmuth Becker, ist mit dem NRW-Verdienstorden, der höchsten Auszeichnung, die ein Bürger in Nordrhein-Westfalen erhalten kann, geehrt worden. Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers überreichte den Landesorden am 14. Januar 2010 im Düsseldorfer Ständehaus. Neben Becker standen 18 weitere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in der Reihe der Geehrten, darunter der frühere Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und SPD-Politiker Prof. Egon Bahr, die Schriftstellerin Dr. Ulla Hhn und der Schauspieler Armin Mueller-Stahl. „Sie alle haben den Mut, sich für Ihre Mitmenschen stark zu machen. Sie haben ein beeindruckendes Zeichen der Verantwortung und der Solidarität gesetzt. Sie haben gezeigt, dass Sie als Starke in der Gesellschaft sehr wohl die Schwachen im Blick haben“, sagte Rüttgers in seiner Rede. „Wir brauchen Vorbilder wie Sie.“ Helmuth Becker erhielt die Auszeichnung für seine politischen Lebensleistungen. Dazu gehören auch seine Ideen und sein kontinuierliches Engagement für die Mieterdienstleistungsgesellschaft Parea, deren Sprecher und Mitglied des Beirats er seit dem Beginn der Tätigkeiten der Gesellschaft im Jahr 2000 ist. Becker gehöre zu den Menschen, „die einfach nicht genug bekommen können vom Engagement für andere“, stellte Rüttgers in seiner Laudatio fest. Er lebe vor, „dass hier bei uns in NRW das Band der Solidarität und des Miteinander besonders stark ist“, so der Ministerpräsident. Helmuth Beckers Lebensweg ist beeindruckend: 1929 wurde er in Münster, der Stadt, der er bis heute die Treue hält, geboren. Beruflich war Becker zunächst als Elektroingenieur im Fernmeldewesen der Deutschen Bundespost tätig. In Betriebsrat und Postgewerkschaft setzte er sich für die Interessen der Arbeitnehmer ein. 1964 trat er in die SPD ein, wurde Mitglied im Landes- und Parteivorstand. 30 Jahre lang, von 1964 bis 1994, wirkte Becker als Bundestagsabgeordneter. Anfang der 1980er Jahre bekleidete er das Amt des parlamentarischen Staatssekretärs im Bundespostministerium. Die Krönung seiner beruflichen und politischen Laufbahn erreichte er mit dem Amt des Vizepräsidenten des Deutschen Bundestags, das er von 1990 bis 1994 innehatte. Die soziale Dienstleistungsgesellschaft Parea ist ein ihrer Form ein bislang einmaliges Projekt in der Wohnungswirtschaft Deutschlands. Die Gesellschaft wurde im Jahr 2000 durch die Unternehmensgruppe Sahle ins Leben gerufen. Ziel ihrer Aktivitäten ist es, soziales Engagement in den Mieterschaften von Großwohnsiedlungen zu fördern und die Wohn- und Lebenssituation in den Siedlungen und angrenzenden Quartieren zu verbessern. Das Konzept umfasst spezifische Angebote für unterschiedliche Altersgruppen, zum Beispiel Bewohnercafés, Mutter-Kind-Gruppen, Seniorentreffs oder Schularbeitsgruppen mit Hausaufgabenbetreuung. Mit ihren Tätigkeiten geht die Parea neue Wege in der Ansprache und Betreuung von Mietern, die aktiv an der Gestaltung ihres Wohnumfelds beteiligt und in die Verantwortung genommen werden. Nach dem Prinzip „Fördern und fordern“ soll dazu beigetragen werden, die Selbstorganisation der Mieter zu stärken. Parea ist als gemeinnützige GmbH organisiert. Sie finanziert sich aus Mitteln der Wohnungswirtschaft, aus Spenden und öffentlichen Fördermitteln. Parea ist anerkannter Träger der freien Jugendhilfe in Nordrhein-Westfalen und korporatives Mitglied der Arbeiterwohlfahrt. Gegenwärtig ist die Gesellschaft in 37 Wohnanlagen in 21 Städten und Gemeinden unter anderem im Auftrag des Wohnungsunternehmens Sahle Wohnen aktiv, schwerpunktmäßig in Nordrhein-Westfalen. Die Tätigkeiten der Gesellschaft werden von einem Beirat begleitet, in dem Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Bildung mitwirken. Neben Helmuth Becker engagieren sich dort die frühere Präsidentin des Deutschen Bundestags Prof. Dr. Rita Süssmuth und die frühere Bundestagsvizepräsidentin Dr. h.c. Anke Fuchs. Der Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen wurde 1986 vom früheren Ministerpräsidenten Johannes Rau ins Leben gerufen. Er wird an Bürger aus allen Gruppen der Bevölkerung für außerordentliche Verdienste für die Allgemeinheit verliehen. In den 24 Jahren seines Bestehens haben bisher über 1300 Bürgerinnen und Bürger die besondere Auszeichnung erhalten. Der Landesorden hat die Form eines Malteserkreuzes und wird vom Ministerpräsidenten verliehen.