Die St. Josefs-Kirche war der Ausgangspunkt für die Führung durch das historische Zentrum von Kinderhaus mit Dr. Christopher Görlich (r.). Parea-Referentin Annika Mertens (2.v.r.) freute sich über das rege Interesse der Senioren an der Geschichte ihres Stadtteils.

 

Vortrag und Führung für Senioren aus dem Paulinum Kinderhaus

Viel Wissenwertes zur Geschichte von Kinderhaus

Münster, 5. Oktober 2016

 

Wo ist Kinderhaus entstanden? Wie kam es zur Gründung des Stadtteils und wie hat er sich weiterentwickelt? Die Mieter von Sahle Wohnen aus der neu erbauten Seniorenwohnanlage Paulinum Kinderhaus wissen es nun, denn sie nahmen an zwei Nachmittagen im September an einem Vortrag und einer Führung mit Dr. Christopher Görlich teil.

Als Historiker und Mitglied der Bürgervereinigung Kinderhaus hat sich Görlich auf die Geschichte des Stadtteils spezialisiert. Geplant und vorbereitet wurden die beiden Veranstaltung für die neuen Hausbewohner  von Annika Mertens, Referentin der gemeinnützigen Dienstleistungsgesellschaft Parea.

Zunächst führte am Dienstag, 13. September ein Vortrag in der Begegnungsstätte des Paulinum in das Thema ein. Kenntnisreich und anschaulich blickte Görlich als Erstes zurück ins 14. Jahrhundert, in dem die Geschichte von Kinderhaus mit der Ansiedlung von Leprakranken vor den Toren der Stadt begann. Wie dies in jener Zeit in vielen Städten gang und gäbe war, wurde auch in Münster außerhalb der Stadt ein Hospital errichtet. Von dieser frühen Ansiedlung und der Unterbringung der  Erkrankten leitet sich, wie Christopher Görlich weiter berichtete, auch der Name des Stadtteils ab: Aufgrund der nicht heilbaren Krankheit wurden die Leprakranken von der Bevölkerung oft auch als „arme Kinder Gottes“ bezeichnet. Das Hospital erhielt so den Namen „kinderen hus“. Anhand weiterer wichtiger Daten und Ereignisse ließ Görlich anschließend die Entwicklung des Stadtteils über die Jahrhunderte Revue passieren.

Eine Woche nach dem Vortrag (Dienstag, 20. September) war dann der Entstehungsort von Kinderhaus mit der St. Josefs-Kirche und dem so genannten „Leprosenhaus“ das Ziel der Senioren. Begleitet von weiteren fachkundigen Erläuterungen von Christopher Görlich wurde an dieser Stelle die Geschichte des Ortsteils für die Senioren hautnah erfahrbar. Wie der Referent erläuterte, handelt es sich bei der St. Josefs-Kirche um einen Nachfolgebau einer ehemaligen Leprosenkapelle, der im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut wurde. Im Heimatmuseum der Bürgervereinigung, das derzeit zusammen mit dem Lepramuseum im „Leprosenhaus“ untergebracht ist, informierten verschiedene Exponate über die Geschichte des Stadtteils, der erst mit der Entstehung neuer Wohnviertel Ende des vergangenen Jahrhunderts aus seiner Beschaulichkeit herauswuchs.

Eine ausgesprochen zufriedene Seniorengruppe machte sich nach dem Besuch des Heimatmuseums bei sonnigem Wetter auf den Heimweg durch den Kinderhauser Wald. Zuvor bedankten sich die Teilnehmer bei Annika Mertens von Parea für die gute Organisation und bei Dr. Christopher Görlich für die interessanten und lehrreichen Ausführungen.

 

Über Parea

Parea, im Jahr 2000 vom Wohnungsunternehmen Sahle Wohnen initiiert, ist eine bislang einzigartige gemeinnützige Initiative der privaten Wohnungswirtschaft. Der Name „Parea“ stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet „Miteinander“.

Bedingt durch den gesellschaftlichen Wandel sind die Herausforderungen an das Quartiersmanagement heute vielfältiger als früher. Parea bringt sich deshalb aktiv in die Entwicklung des sozialen Lebens in den Wohnvierteln ein, in denen sie tätig ist. Ziel aller Aktivitäten ist, das Miteinander der Bewohner zu verbessern, soziales Engagement zu fördern und Hilfen im und für den Alltag der Bewohner zu organisieren. Das Konzept umfasst verschiedene Angebote für unterschiedliche Altersgruppen, zum Beispiel Interessengruppen aus der Mieterschaft wie Frauentreff, internationaler Kochkurs und Hausaufgabenhilfe, das Aktive Seniorenwohnen, die U3-Betreuung „Kleine Knirpse“ und die Projektarbeit. Mit ihren Tätigkeiten leistet Parea immer auch Hilfe und Anschub zur Selbsthilfe.

Parea ist als gemeinnützige Gesellschaft organisiert und finanziert sich aus Spenden und Zuwendungen der Wohnungswirtschaft sowie öffentlichen Zuschüssen und Projektmitteln. Die Gesellschaft, die gegenwärtig an rund 50 Standorten in 21 Städten mit Schwerpunkt in Nordrhein-Westfalen tätig ist, versteht sich als Teil eines lokalen Netzwerks und kooperiert mit zahlreichen Partnern aus dem sozialen und gesellschaftlichen Bereich. Parea ist anerkannter Träger der freien Jugendhilfe.

 

Rückfragen richten Sie bitte an:

PAREA gGmbH

Annika Mertens, Referentin

Bismarckstraße 34, 48268 Greven
Tel.: 02571 81-275; Mobil: 0151 16246300

E-Mail: annika.mertens@parea.de

 

Michael Sackermann

Sahle Wohnen - Unternehmenskommunikation

Pressereferent Nord/Ost

Bismarckstraße 34, 48268 Greven

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Medieninformation Münster 5.10.2016 Parea Vortrag und Führung


Pressefoto Münster 5.10.2016 Parea Vortrag und Führung


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