Voll in ihrem Element: Gisela Laab näht fleißig ehrenamtlich Atemschutzmasken für die Bewohner der Sahle Wohnanlage in Wuppertal-Vohwinkel.

Gisela Laab näht ehrenamtlich Schutzmasken für Sahle Wohnen-Mieter

Mit Eigeninitiative gegen die Masken-Knappheit

Wuppertal/Erkrath, 27. April 2020

 

Es ist beschlossene Sache – ab Montag, den 27. April, wird auch in Nordrhein-Westfalen das Tragen einer Atemschutzmaske zur Eindämmung des Coronavirus Pflicht. Die Nachfrage nach dem Mund-Nasen-Schutz steigt weiterhin an, Hersteller kommen mit der Produktion kaum hinterher. Doch wie kann man gegen die Masken-Knappheit angehen? Parea-Mitarbeiterin Gisela Laab näht Atemschutzmasken für Bewohner von Sahle-Seniorenwohnanlagen in Wuppertal und Erkrath. Mehr als  zweihundert Masken verteilte die Rentnerin bereits.

Wie der nordrheinwestfälische Ministerpräsident Armin Laschet am Mittwoch (22. April) auf Twitter mitteilte, habe sich die NRW-Regierung auf die Einführung einer Maskenpflicht  geeinigt. Verpflichtend ist das Tragen eines Nasen- und Mundschutzes beim Einkaufen, sowie bei der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln.

Doch wo bekommt man noch Atemschutzmasken, wie können Risikogruppen damit ausreichend versorgt werden? Drogerien, Apotheken und Online-Shops melden immer knapper werdenden Masken-Bestände, Vorrang in der Versorgung haben Krankenhäuser, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen. Für die Maskenpflicht gilt jedoch: Ein medizinischer Schutz ist nicht notwendig. Ausreichend sind sogenannte Alltags- bzw. Communitymasken, die genäht oder selbst gebastelt werden können. Diese reichen, richtig getragen, aus, um das Infektionsrisiko einzudämmen.

Eine gute Idee, der Knappheit von Schutzmasken entgegenzuwirken, hatte Gisela Laab aus Erkrath. Die ehrenamtliche Mitarbeiterin der sozialen Dienstleistungsgesellschaft Parea näht bereits seit Anfang März täglich Atemschutzmasken aus bunten Stoffen. Die Idee dazu kam ihr im Gespräch mit ihrem Sohn, der in einer Klinik arbeitet: „Da ich als Seniorin selber zur Risikogruppe gehöre, habe ich meinen Sohn gebeten, mir eine Schutzmaske aus dem Krankenhaus mitzubringen. Doch leider waren alle Masken dem Klinikpersonal vorbehalten. Da kam mir die Idee, mir einfach selber eine zu nähen.“ Das sprach sich schnell rum. In ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit in der Sahle-Wohnanlage in Wuppertal-Vohwinkel sprachen sie direkt mehrere Bewohner auf ihre Maske an. „Mir ist die bunte Maske von Frau Laab sofort aufgefallen, das bunte Design springt einem sofort ins Auge“, so Bewohnerin Adelheid Franz, die sich wie viele andere Bewohner von Gisela Laab eine Maske hat anfertigen lassen. „Ich habe sie dann direkt gebeten mir  auch eine zu nähen.“ Nicht nur in Vohwinkel erfreuten sich die Masken großer Beliebtheit: Gemeinsam mit ihren Parea-Kolleginnen Christiane Vöcks-Weiß, Olga Hoch und Luzie Lange nähte Gisela Laab zusätzlich Schutzmasken für Sahle Wohnen-Mieter in Wuppertal-Elberfeld und Erkrath.


Mittlerweile sind auf Anfrage mehr als 230 Masken entstanden und wurden von der Rentnerin kostenlos an Bewohner verteilt. „Gerade in den Senioren-Wohnanlagen ist es doch wichtig, dass die Menschen ausreichend mit den Atemschutzmasken versorgt sind“, so die Parea-Mitarbeiterin. „Daher nähe ich täglich Masken, um die Versorgung weiterhin zu gewährleisten. Wir von der Parea weisen jedoch ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei den selbstgenähten Masken nicht um einen medizinischen Schutz handelt und wir keinerlei Haftung für deren Wirksamkeit übernehmen.“

 

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Sahle Wohnen - Unternehmenskommunikation

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Mail: julia.arendt@sahle.de

Medieninformation Wuppertal/Erkrath_27.4.2020/Eigeninitiative gegen Masken-Knappheit


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